Tumore der Haut

Das bösartige Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, geht von den pigmentbildenden Zellen der Haut oder Schleimhaut (Melanozyten) aus. Er gehört zu den gefährlichsten Krebserkrankungen, der frühzeitig Metastasen (Tochtergeschwülste / Fernabsiedelung von Tumorzellen) in anderen Organen bildet. Eine dem Melanom nicht verwandte Gruppe von Hauttumoren stellt der helle Hautkrebs dar. Diese häufigen Tumoren stammen nicht von den Melanozyten ab (Basalzellkarzinom, Stachelzellkrebs, aktinische Keratose und Morbus Bowen).

Die eigentliche Ursache für die Melanomentstehung wird nach wie vor noch diskutiert. Einfluss nehmen Umweltfaktoren wie die starke natürliche und künstliche UV-Belastung durch Sonne oder Solarien mit wiederkehrenden Sonnenbränden sowie erbliche Veranlagungen. Zu den Risikogruppen zählen Menschen mit einem hellen Hauttyp, Menschen, die nicht oder schlecht braun werden und solche mit einer größeren Anzahl von Pigmentmalen bzw. Muttermalen / Leberflecken.

Sowohl die Häufigkeit von Neuerkrankungen als auch die Zahl der Sterbefälle zeigen steigende Trends. Derzeit erkranken in Österreich rund 12 von 100.000 Menschen pro Jahr an Hautkrebs. Man geht davon aus, dass jeder 50. im Laufe seines Lebens an einem Melanom erkrankt. In Ländern mit stärkerer Sonneneinstrahlung tritt das Melanom der Haut häufiger auf (bis zu 60 Neubildungen jährlich pro 100.000 Einwohner). Die steigenden Erkrankungszahlen werden auf verändertes Freizeit- und Bekleidungsverhalten und die erhöhte Lebenserwartung zurückgeführt.

Diagnose

Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung haben PatientInnen in der Regel keine Beschwerden. Beginnend als pigmentierter Fleck, kann das Melanom mit der Zeit über die Hautoberfläche hinausgehen und knotig werden. Mitunter bleiben diese bösartigen Tumore längere Zeit unbemerkt. Sie können an jeder Stelle der Haut auftreten und unterscheiden sich in ihrem Aussehen voneinander. Eine grobe Differenzierung (s. Abb. 1) zum gutartigen Muttermal (Nävus) kann mit der sogenannten ABCDE-Regel (eine „Daumenregel“, die in der frühen Wachstumsphase des Melanoms nicht immer zutrifft) vorgenommen werden:

A (Asymmetrie) = asymmetrisch, unregelmäßig begrenzt, vielfarbig (gescheckt)

B (Begrenzung) = unregelmäßig, teils scharf, teils unscharf

C (Colorit bzw. Farbe) = dunkel, braun oder schwarz; vielfarbig (gescheckt)

D (Durchmesser) = wächst; ist meist >5mm im Durchmesser

E (Erhabenheit) = über die Hautoberfläche hinaus gehend, kann knotig werden

Weitere Symptome sind gelegentlich Juckreiz, Erosionen, Krusten oder spontanes Bluten der Hauttumore.

Jede Veränderung eines Muttermals / Hautareals, sollte Anlass dazu geben, einen Hautarzt aufzusuchen.