Rückblick: European Cancer Congress 2015

Der European Cancer Congress (ECC) zählt weltweit zu den größten Fortbildungsveranstaltungen im Bereich der Onkologie. Auch 2015 richtete er sich nicht nur an medizinisches Fachpersonal und an onkologische ForscherInnen, sondern auch an PatientInnen.

Am 29. September fassten die ExpertInnen des Comprehensive Cancer Center (CCC) die Ergebnisse des Kongresses in leicht verständlicher Sprache für Laien zusammen und präsentierten darüber hinaus auch weitere Neuigkeiten, die für PatientInnen relevant sind. Der PatientInnentag am ECC2015 wurde vom CCC gemeinsam mit dem Verein „Leben mit Krebs“ organisiert.

Neuigkeiten gab es im Bereich der Themen Brustkrebs, Lungenkrebs, Hirntumoren, Blasen- und anderen urologischen Tumoren, sowie Tumoren des Verdauungstrakts, Sarkome und Maligne Melanome.

Reger Austausch zwischen PatientInnen und ÄrztInnen

Im Anschluss an die Vorträge hatten die knapp 100 ZuhörerInnen, die meisten davon PatientInnen und ihre Angehörigen, die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen und über ihre Anliegen mit den ÄrztInnen zu sprechen. 

Ein Vortrag, der auf besonders gutes Echo im Publikum stieß, war ein Vortrag über PatientInnenhilfsorganisationen (Patient Advocacy Groups), unter amderem über PAN. Diese verstehen sich als politische Interessensvertretung von PatientInnen und repräsentieren deren Anliegen in der Öffentlichkeit und im gesellschaftlichen Diskurs. 

Als Stimme der PatientInnen vermitteln Patient Advocacy Groups einen Einblick in das Leben mit einer Krankheit, sie zeigen die Probleme auf, die sich den PatientInnen und ihren Angehörigen stellen, erläutern die Rolle, die Diagnoseverfahren und Medikamente bei der Behandlung der Krankheit spielen und bringen diese Erkenntnisse in den gesundheitspolitischen Diskurs ein.

Dies stellt eine wichtige Hilfe dar, die unter anderem in die Entwicklung von neuen Medikamenten, die Gestaltung von klinischen Studien, die Ausarbeitung von Gesuchen zur Zulassung und Kostenerstattung von Medikamenten sowie in die Unterstützung der PatientInnen einfließen kann. PatientInnenorganisationen liefern auch wichtige Erkenntnisse darüber, wie Gesundheitsfachleute unterstützt und Betroffenen geholfen werden kann.