Partnerorganisation Inspire2Live kämpft für bessere Behandlung – PAN macht mit!

Inspire2Live hat in den Niederlanden eine Petition eingereicht, in welcher gefordert wird, dass alle (Krebs-)PatientInnen Zugang zu optimalen Behandlungsmöglichkeiten in medizinischen Zentren erhalten müssen und zwar unabhägig von dem konkreten Ort in dem sie leben. PAN schließt sich diesen Forderungen an! 


„Die Behandlung von Krebs in ‚I-Can-Do-Really-Everything-Hospitals‘ (ICDRE) kostet Menschenleben.“ Am 24. April hat eine Delegation von PatientInnen-AnwältInnen von Inspire2Live der Delegation der ständigen Kommission für Gesundheit des niederländischen Parlaments eine Petition überreicht.

In dieser Petition zeigt Inspire2Live, dass obwohl in den Niederlanden gute onkologische Behandlungsmöglichkeiten angeboten, diese nicht immer tatsächlich auch wahrgenommen werden. In Wahrheit hängt es von der Postleitzahl ab, ob man eine Krebserkrankung überlebt und dabei eine gute Lebensqualität aufrecht halten kann.  

Ein/e KrebspatientIn geht fast immer zuerst zu ihrem/r ÄrztIn, der/die sie/ihn im Falle einer vermuteten onkologischen Erkrankung dem/der jeweiligen SpezialistIn im örtlichen Krankenhaus für die weitere Diagnose zuweist. Hier liegt bereits ein großer Fehler, denn:

Während der/die eine PatientIn in einem medizinischen Zentrum landet, wo vor ihm/ihr bereits Hunderte PatientInnen mit derselben Krankheit erfolgreich behandelt wurden, endet der/die andere PatientIn in einem ICDRE-Krankenhaus um die Ecke. Im ICRDE-Spital ist es zum Beispiel sehr schwierig im Bereich bildgebender Verfahren, in welchem man spezielle Ausrüstung und Erfahrung braucht, den richtigen Behandlungsplan zu finden.

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Darüber hinaus fehlt in lokalen Spitälern das minimale PatientInnenaufkommen, das nötig ist, um genügend Erfahrungswissen bezüglich einzelner Behandlungen zu generieren. Gleichzeitig denken die Menschen dort, sie können die bestmögliche Behandlung in ihren Krankenanstalten zur Verfügung stellen und es stellt sich heraus: Dieser Glaube fußt auf dem ICDRE-Prinzip.

Mitunter machen sie ihre Sache ordentlich, aber zu häufig entsteht eine teure Misskonzeption die zu ungünstigen Krankheitsverläufen führt. Dann treten unnötige Komplikationen auf, die zu zusätzlichen Behandlungstagen mit zusätzlichen Behandlungskosten führen.

Die Überlebensdauer ist kürzer oder die Behandlung geht auf Kosten der Lebensqualität. Bisweilen werden PatientInnen nur dann einer Spezialeinrichtung zugewiesen, wenn bereits viele sinnlose (aber beschwerliche und teuere) Behandlungen fehlgeschlagen sind. Häufig ist es dann leider bereits zu spät und kurative Therapien sind bereits unmöglich geworden. Oft bleibt dann nur noch die palliative Versorgung der PatientInnen als Behandlungsoption übrig. 

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Diese Praxis sollte enden!

Wir glauben daran, dass jeder und jede das Recht auf die bestmögliche zur Verfügung stehende Behandlung hat und erkennen gleichzeitig, dass der Markt nicht in der Lage ist, dies zu erreichen.

Aus diesem Grund haben wir via Petition den Minister und das niederländische Parlament, AnbieterInnen von Behandlungen und Krankenversicherungen aufgesucht. Sie sollen ihre Verantwortung wahrnehmen, all diese Hindernisse zu beseitigen. Die Formierung und das optimale Funktionieren von exzellenten Krebsbehandlungszentren muss auf nationaler als auch europäischer Ebene umgesetzt werden.

Erst wenn alle Erschwer- und Hindernisse überwunden sind, können Diagnose, Behandlung und die psychosoziale (Nach-)Sorge für PatientInnen sichergestellt werden. Nur so können wir die bestmögliche Versorgung garantieren, zu der jede/r PatientIn Zugang erhält.

Die Petition enthält außerdem Zahlen über Prostatakrebs, Speiseröhren- und Magenkarzinome, als numerische Unterstützung für das Anliegen von Inspire2Live. Sie steht (bisher nur auf Niederländisch) hier zum Download bereit.

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