Komplementärmedizin

Im Gespräch mit PAN verrät Dr. Christian Kellner was Komplementärmedizin ist und wie sie Betroffenen helfen kann.

Was ist Komplementärmedizin?

Unter Komplementärmedizin kann man eine Erweiterung des diagnostisch-therapeutischen Ansatzes verstehen, bei dem das Individuelle eines/r PatientIn – und seiner/ihrer Erkrankung – in einem hohen Maß mit einbezogen wird. Diese Vorgangsweise eint die drei großen rezenten komplementär-medizinischen Schulen: Traditionelle Chinesische Medizin, Klassische Homöopathie und Anthroposophische Medizin. 

Beispielsweise werden eine/n anthroposophische/n ÄrztIn über das normale diagnostisch-therapeutische Vorgehen hinaus die individuellen Umstände des Auftretens einer Erkrankung interessieren. Es ist für den komplementären Ansatz beispielsweise wichtig zu wissen, ob/welche Lebensumstände die Beschwerden ausgelöst haben (etwa Stress, Kummer oder falsche Ernährung), in welchem Lebensalter sie auftreten und/oder von welchen individuellen Allgemeinsymptomen sie begleitet sind. 

In der Therapie kommen Arzneien aus allen drei Naturreichen (Mineralien, Pflanzen, Tiere) zum Einsatz, die diesem individuellen Zusammenhang therapeutisch gerecht werden. Die Anthroposophische Medizin hat darüber hinaus eigenständige pharmazeutische Präparationen und verfügt mit den Kunsttherapien, der Heileurythmie und den Äußeren Anwendungen (z. B. der Rhythmischen Massage) über ein weites zusätzliches therapeutisches Angebot.