Kathrins „Kirschhäubchen“ ist nun da!

– von Natalija Frank

Kathrin hatte so viel mit uns vor und wir mit ihr. Leider kam uns der Tod dazwischen. 

Ich habe Kathrin bei einem unserer Treffen kennengelernt. Sie kam und anfangs schien sie nur zuzuhören, sagte nicht viel. Ich dachte wieder einmal: Oh mein Gott, so ein junger Mensch, es ist so unfair…

Aber das hilft nicht. Wir von PAN glauben fest daran, dass es helfen kann, wenn wir Geld für unabhängige Forschung sammeln können. Eine Forschung, deren Richtung von keiner Interessengruppe vorgegeben wird. Und in der Zwischenzeit zu versuchen, dort zu helfen, wo jungen Betroffenen und ihre Angehörigen Hilfe brauchen.

Kathrin erzählte uns, dass sie einen Blog schrieb. Das fanden wir toll, hilft es doch anderen in ähnlichen Situationen, sich nicht gar so alleine zu fühlen.

Ihren Wunsch, eine Spur zu hinterlassen, hat jetzt Ihre Mutter Brigitte erfüllt und das Buch „Kirschhäubchen“ fertiggeschrieben. Es ist Kathrins Vermächtnis. 
Ich habe es in einem Atemzug gelesen. Meine Nachbarin im Flugzeug war ganz bestürzt, weil sie dachte, sie müsse mir irgendwie helfen – so berührend ist es.

Kathrin prägte darin das Unwort des Jahres: die Raumforderung. Ich bin ganz bei ihr. Genau so bei ihr bin ich, wenn sie darüber schreibt, wie ihr diese „Kampf gegen Krebs“-Attitüde gegen den Strich geht. Weil Kampf an Krieg erinnert und dort gibt es keine GewinnerInnen. Krieg ist immer negativ.

Ich habe bisher viele PatientInnen betreut, habe auch einige ihrer Bücher zum Thema gelesen, aber das hier ist mit Abstand das beste. Und die Sicht auf die Dinge mit den Augen ihrer Mutter Brigitte hat mich, wo ich selbst Mutter bin, ganz besonders mitfühlen lassen.

Kathrin hat dieses Kleid des Lebens hier bei uns viel zu schnell ausziehen müssen, aber ich bin mir ganz sicher, dass irgendwo ein neues, vielleicht ein noch viel schöneres, auf sie wartet.

„Kirschhäubchen“ können Sie hier bestellen.