Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs

Die erste eigene Wohnung, der erste Job, die erste große Liebe und dann die Diagnose Krebs: Junge Frauen und Männer, die mit Anfang Zwanzig oder Mitte Dreißig an Krebs erkranken, erleben nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale und finanzielle Existenznöte. Etwa 15.000 junge Frauen und Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren erkranken jedes Jahr in Deutschland neu.

Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs steht den jungen krebskranken Menschen in ihrem schweren Alltag zur Seite. Sie entwickelt ihre Projekte in enger Zusammenarbeit mit den jungen Betroffenen. Darunter ist zum Beispiel das mehrfach ausgezeichnete JUNGE KREBSPORTAL. Hier erhalten junge PatientInnen kostenlose und kompetente Beratung von ehrenamtlich engagierten FachärztInnen in den Themenbereichen „Sozialrecht“, „Veränderungen im Hormonhaushalt“, „Immundefekte“ oder „Integrative Krebsmedizin“ online, per Telefon oder im persönlichen Gespräch vor Ort.

Das Projekt „Jung & Krebs – Erste Hilfe – Tipps von Betroffenen“ bietet eine konkrete Unterstützung im Umgang mit der Familie, dem Arbeitgeber oder dem behandelnden Arzt für Patienten, die gerade die Diagnose erhalten haben. Dazu hat die Stiftung ein Faltblatt und Video-Clips mit jungen Betroffenen erstellt. Die Anfang 2017 gestarteten TREFFPUNKTE ermöglichen den jungen Betroffenen Austausch und gemeinsame Aktivitäten mit anderen in ihrer Umgebung. In inzwischen 19 deutschen Städten und Regionen gibt es TREFFPUNKTE der Stiftung.

Innerhalb des Projektes „Krebs und Kinderwunsch“ engagiert sich die Stiftung für die Erhaltung ihrer Fruchtbarkeit vor der Krebsbehandlung. Dabei setzt sie sich für eine Kostenübernahme von fruchtbarkeitserhaltenden Maßnahmen bei jungen KrebspatientInnen durch die Krankenkassen ein. Die Stiftung hat mit jahreslanger politischer und wissenschaftlicher Arbeit eine Gesetzesänderung erkämpft.

Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist im Juli 2014 von der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. gegründet worden. Die Stiftungsarbeit ist als gemeinnützig anerkannt und wird ausschließlich aus Spenden finanziert.