Chemotherapie – was nun?

I. Chemotherapie:

Hier finden Sie Informationen zur Chemotherapie durch Einnahme oraler Zytostatika. Nach einer kleinen allgemeinen Einleitung zu dieser Form der Chemotherapie finden sie nachfolgend Informationsblätter sortiert nach den jeweiligen Medikamentennamen.  Diese Blätter wurden herausgegeben von der Apotheke des Allgemeinen Krankenhauses Wien (AKH) und bieten wertvolle Informationen übersichtlich und fachgerecht zusammengestellt.  

Wenn Sie das vollständige Informationsblatt einsehen möchten, klicken sie einfach auf den entsprechenden Medikamentennamen oder auf die Info-Box und Sie erhalten eine zweiseitige PDF-Datei mit genauen Informationen zu Wirkstoffen, dem Umgang mit den Medikamenten, deren Wirkungsweisen, mögliche Nebenwirkungen, Einnahmezeitpunkte und vieles mehr.

II. Definition „Zytostatikum“:

„Ein Zytostatikum ist eine toxische, chemische Substanz, welche in der Medizin als Arzneistoff – vor allem im Rahmen der Chemotherapie von Krebserkrankungen eingesetzt wird. Ein Zytostatikum stört, verzögert oder verhindert den Zellzyklus und verhindert somit, dass Tumorzellen sich teilen und verbreiten.“
(Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Zytostatikum)

III. Orale Zytostatika: Vor- und Nachteile:

PatientInnen, die orale Zytostatika einnehmen, wissen, dass es sich um hochpotente Arzneimittel handelt, die in ihren Wirkungsweisen sehr häufig unterschätzt werden. So muss jede/r die/der mit Zytostatika zu tun hat, den korrekten Umgang mit diesen Medikamenten erst erlernen und dann pflegen, damit man selbst und die Menschen in der unmittelbaren Umgebung ausreichend geschützt sind.

Die Vorteile, eine Chemotherapie mittels oraler Medikation durchzuführen, liegen auf der Hand: Die PatientInnen werden mobiler und flexibler, da sie nicht mehr an Infusionen gebunden sind. Liegen keine Schluckbeschwerden vor, ist die Einnahme sehr viel angenehmer und es treten keine Venenreizungen oder Infektionen durch Einstichstellen auf.

Natürlich fordert diese Art der Therapie einen hohen Grad an Disziplin von den PatientInnen. Sie sind für die korrekte Einnahme der Medikamente größtenteils selbst verantwortlich und ein/e direkte/r AnsprechpartnerIn steht häufig nicht unmittelbar zu Verfügung. Außerdem sind orale Zytostatika sehr schwer zu dosieren.

Hinzu tritt die Gefahr, dass Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. Das ist ein wachsendes und sehr ernstzunehmendes Problem. Derzeit sind 13.204 Humanarzneimittel in Österreich zugelassen, davon 5585 (= 42%) rezeptfrei erhältlich. Inwieweit sich diese Wirkstoffe gegenseitig beeinflussen ist noch nicht ausreichend erforscht und schon allein aufgrund der ungeheuren Menge ein weites Feld.

IV. Nebenwirkungsmanagement:

Was tun wenn Nebenwirkungen auftreten?

Weil PatientInnen bezüglich der korrekten Einnahme ihrer Medikamente häufig auf sich selbst gestellt sind, treten häufig Nebenwirkungen auf und die Betroffenen müssen selbst Mittel und Wege finden, mit diesen umzugehen, da der Zugang zu SpezialistInnen nicht immer gegeben ist.

Seit zwei Jahren entwickeln Rudi Klausnitzer und seine Kollegen der FH Hagenburg eine App für Smartphones, die KrebspatientInnen mehr Sicherheit während ihrer Therapie bringt. Mit dieser Anwendung können Betroffene 24 Stunden am Tag über 70 verschiedene Maßnahmen abrufen, die beim Auftreten von Nebenwirkungen angewendet werden können. Dieser sogenannte Mobile Peer Support (MoPS) ist ein Begleiter, der Ihnen spezifisch zugeschnitten auf ihre jeweiligen Beschwerden zur Seite steht und Ihnen sagen kann, was sie selbst tun können, um Ihre Beschwerden zu mildern oder zu beseitigen – und das rund um die Uhr, Tag für Tag.

V. Sammlung von Informationsblättern zu spezifischen oralen Zytostatika – alphabetisch geordnet:

V.1 Bosulif

V.2 Caprelsa

V.3 Cometriq

V.4 Endoxan

V.5 Erivedge

V.6 Fareston

V.7 Giotrif

V.8 Glivec

V.9 Imbruvica

V.10 Inlyta

V.11 Mekinist

V.12 Sutent

V.13 Tafinlar

V.14 Tarceva

V.15 Tasigna

V.16 Temodal

V.17 Tyverb

V.18 Zelboraf

V.19 Zydelig