Angehörigenhilfe

Wir sind drei junge Erwachsene im Alter von 27, 29 und 32 Jahren und haben jeweils uns sehr nahestehende Angehörige (Partner, Mutter, Schwester) in der Zeit ihrer Krebserkrankung begleitet.

Elisabeth H., Anna M., Marietta P. (volle Namen dem Verein bekannt)

In dieser für uns neuen Lebenssituation haben wir hilfreiche Unterstützung durch bereits bestehende Einrichtungen und Angebote erfahren, wir haben jedoch auch festgestellt, dass es noch kein speziell für die Altersgruppe der jungen Erwachsenen ausgerichtetes schriftliches Informationsmaterial gibt. Mit dem vorliegenden Text möchten wir beginnen, diese Lücke ein Stück weit zu schließen und unsere Erfahrungen weitergeben. 

Bewusst haben wir uns dafür entschieden, die Idee der Broschüre „Mama/Papa hat Krebs“ aufzugreifen und auch unseren Text in zwei Teile untergliedert. Der erste Teil behandelt ausschließlich die Zeit der Begleitung beim erstmaligen Auftreten der Krankheit. Viele Krebsarten können heutzutage bereits gut behandelt und auch geheilt werden. Für diese Menschen handelt es sich bei der Krebserkrankung um einen begrenzten Lebensabschnitt, danach werden viele nie wieder mit dem Thema konfrontiert werden.

Doch nicht jede Krebsart ist heilbar, es gibt Formen, die immer wieder auftreten und die auch mit einer Lebensverkürzung der erkrankten Person verbunden sein können. Der zweite Teil richtet sich an junge Erwachsene, die einen geliebten Menschen beim erneuten Auftreten der Krankheit begleiten. Der Begriff „Krebs“ impliziert eine Vielzahl an Krankheitsbildern mit jeweils ganz unterschiedlichen Verläufen. Jeder Weg ist ein individueller, die Hoffnung war für uns stets ein wichtiger Begleiter in dieser schweren Zeit.