PANs Partner-Organisation kämpft für bessere Behandlung – wir schließen uns an
am 2018-05-14 14:30:30

 

Inspire2Live hat in den Niederlanden eine Petition eingereicht, in welcher gefordert wird, dass alle (Krebs-)PatientInnen Zugang zu optimalen Behandlungsmöglichkeiten in medizinischen Zentren erhalten müssen und zwar unabhägig von dem konkreten Ort in dem sie leben. PAN schließt sich diesen Forderungen an! 


Inspire2Live: „Behandlung von Krebs in ‚I-Can-Do-Really-Everything-hospitals‘ (Ich-kann-wirklich-alles-behandeln-Krankenhäuser) kostet Menschenleben.“ Am 24. April, hat eine Delegation von PatientInnen-Anwälten von Inspire2Live der Delegation der ständigen Kommission für Gesundheit des niederländischen Parlaments, eine Petition überreicht.

In dieser Petition zeigt Inspire2Live, dass, obwohl in den Niederlanden gute onkologische Behandlungsmöglichkeiten angeboten werden, diese nicht immer tatsächlich auch wahrgenommen werden. In Wirklichkeit hängt es von der Postleitzahl ab, ob man eine Krebserkrankung überlebt und dabei eine gute Lebensqualität aufrecht halten kann.  

Ein Krebspatient / eine Krebspatientin geht fast immer zuerst zu ihrem Arzt, der sie oder ihn im Falle einer vermuteten onkologischen Erkrankung, der jeweiligen Spezialistin im örtlichen Krankenhaus, für die weitere Diagnose, zuweist. Hier liegt bereits ein großer Fehler, denn, währen der eine Patient in einem medizinischen Zentrum landet, wo vor ihm bereits hunderte PatientInnen mit derselben Krankheit erfolgreich behandelt wurden, endet die andere Patientin in einem ICDRE Krankenhaus um die Ecke, wo ICDRE für ‚I Can Really Do Everything‘ steht. Im ICRDE Spital ist es zum Beispiel sehr schwierig im Bereich bildgebender Verfahren, in welchem man spezielle Ausrüstung und Erfahrung braucht, den richtigen Behandlungsplan zu finden. Darüber hinaus fehlt in lokalen Spitälern das minimale Patientenaufkommen, das dazu nötig ist, um genügend Erfahrungswissen bezüglich einzelner Behandlungen zu generieren. Gleichzeitig denken die Menschen dort, sie können die bestmögliche Behandlung in ihren Krankenanstalten zur Verfügung stellen und es stellt sich heraus: dieser Glaube fußt auf dem ‚ICRDE‘-Prinzip.

Mitunter machen sie ihre Sache ordentlich, aber zu häufig entsteht eine teure Misskonzeption die zu ungünstigen Krankheitsverläufen führen. Dann treten unnötige Komplikationen auf, die zu zusätzlichen Behandlungstagen mit zusätzlichen Behandlungskosten führen. Die Überlebensdauer ist kürzer oder die Behandlung geht auf Kosten der Lebensqualität. Bisweilen werden PatientInnen nur dann zu einer Spezialeinrichtung zugewiesen, wenn bereits viele sinnlose (aber beschwerliche und teuere) Behandlungen fehlgeschlagen sind. Häufig ist es dann leider bereits zu spät und kurative Therapien sind bereits unmöglich geworden. Häufig bleibt dann nur noch die paliative Versorgung der PatientInnen als Behandlungsoption übrig. 

Inspire2Live ist der Meinung: „Diese Praxis sollte enden!

Wir glauben daran, dass jeder und jede das Recht auf die bestmögliche, zur Verfügung stehende Behandlung hat, und erkennen gleichzeitig, dass der Markt nicht in der Lage ist, dies zu erreichen. Aus diesem Grund haben wir via Petition den Minister und das niederländische Parlament, Anbieter von Behandlungen und Krankenversicherer aufgesucht, damit sie ihre Verantwortung wahrnehmen all diejenigen Hindernisse zu beseitigen - und zwar auf nationaler, als auch europäischer Ebene -, die die Formierung und das optimale Funktionieren von exzellenten Krebsbehandlungszentren erschweren  oder verhindern; und dies so bald als möglich. Diagnose, Behandlung und psychosoziale (Nach-)Sorge von PatientInnen, sollte ausschließlich in exzellenten Krebsbehandlungszentren stattfinden und dies so schnell als möglich. So können wir garantieren, dass jede PatientIn Zugang zu der best möglichen existieren Versorgung erhält.

Die Petition enthält außerdem Zahlen über Prostatakrebs, Speiseröhren- und Magenkarzinome, als nummerische Unterstützung für das Anliegen von Inspire2Live.

Die Petition (nur in niederländischer Sprache) steht zum Download bereit auf der Inspire2Live Website unter:

http://inspire2live.org/news/inspire2live-wil-van-ikea-ziekenhuizen-naar-excellente-kankercentra/

 


 

English Version below: 

Inspire2Live: "Cancer treatments in I-Can-Do-Really-Everything-hospitals costs human lives". On April 24th, a delegation of Patient Advocates from Inspire2Live handed over a petition to a delegation of the standing committee for health of the Dutch Parliament.


In the petition, Inspire2Live shows that although we can offer good oncological care in the Netherlands, we do not always do that. In fact, the chance that you survive cancer while maintaining a good quality of life depends on your zip code.

A cancer patient almost always goes to their doctor first who, in case of a suspected cancer, will refer them to the specialist of the local hospital for further diagnosis. This is already wrong because where one patient ends up in a Medical Center where hundreds of patients with the same illness are treated successfully, the other ends up in an ICDRE hospital around the corner, where ICDRE stands for ‘I Can Really Do Everything.’ In the ICDRE hospital, for example, in the field of imaging, when you need the equipment and the knowledge and experience, it is hard to provide the right treatment plan for that patient. In addition to that, the local hospital often lacks the minimum necessary volume of patients to gain experience in the treatment; yet they often think that they can provide the best care in these hospitals and it turns out that they are based on that ‘ICDRE’ principle. Sometimes they do well, but too often that is an expensive misconception and it does not go well. Then there are unnecessary complications, which means extra treatment days are needed (with extra costs), the survival time is shorter, or the treatment is at the expense of the quality of life. Sometimes patients are only referred to a specialized hospital after many examinations and senseless (but burdensome and costly) treatments. Often it is unfortunately already too late; curative action has become impossible and palliative treatment is the only thing that remains.

Inspire2Live says: ‘This should stop’. 

We believe that everyone has the right to the best possible treatment and can see that the market itself is not able to achieve this. This is why we have called upon the Minister and the Dutch Parliament, health care providers and health insurers, through a petition, to take their responsibility in order to take away all obstacles at national and European level that impede the formation and optimal functioning of excellent cancer centers as soon as possible. Diagnosis, treatments and psychosocial (after) care of patients, should be performed exclusively in excellent cancer centers as quickly as possible. This way we can guarantee every patient gains access to the best possible care.

The petition also provides figures for prostate, esophageal and gastric cancer with numerical support for this wish of Inspire2Live.

The petition (only in Dutch) can be downloaded from the Inspire2Live site:
http://inspire2live.org/news/inspire2live-wil-van-ikea-ziekenhuizen-naar-excellente-kankercentra/
 

 
zuletzt geändert am 2018-05-14 14:35:11




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