Kirschhäubchen - Katrins Buch ist da
am 2016-06-19 16:14:17

Katrins Buch

von Natalija Frank

 

Katrin hatte so viel mit uns vor und wir mit ihr. Leider kam uns der Tod dazwischen. 

Ich habe Katrin bei einem unserer Treffen kennengelernt. Sie kam und anfangs schien sie nur zuzuhören, sagte nicht viel. Ich dachte wieder einmal: OMG, so ein junger Mensch, das ist so unfair…

Aber das hilft nicht. Wir von PAN glauben fest daran, dass es helfen kann, wenn wir Geld für eine unabhängige Forschung sammeln können. Eine Forschung, deren Richtung von keiner Interessengruppe vorgegeben wird. UND in der Zwischenzeit zu versuchen, dort zu helfen, wo jungen Betroffenen und ihre Angehörigen Hilfe brauchen.

Katrin erzählte uns, dass sie einen Blog schreibe. Das fanden wir toll, hilft es doch anderen in ähnlichen Situationen, sich nicht gar so alleine zu fühlen.

Ihren Wunsch, eine Spur zu hinterlassen, hat jetzt Ihre Mutter erfüllt und das Buch "Kirschhäubchen" fertiggeschrieben. Es ist Kathrins Vermächtnis. 
Ich habe es in einem Atemzug gelesen. Meine Nachbarin im Flugzeug war ganz bestürzt, weil sie dachte, sie müsse mir irgendwie helfen - so berührend ist es.

Katrin prägte darin das Unwort des Jahres: DIE RAUMFORDERUNG! Ich bin ganz bei ihr. Genau so bei ihr bin ich, wenn sie darüber schreibt, wie ihr diese „Kampf gegen Krebs“-Attitüde gegen den Strich geht. Weil Kampf an Krieg erinnert und dort gibt es keine Gewinner. Krieg ist IMMER negativ.

Ich habe viele Patienten bisher betreut, habe auch einige ihrer Bücher zum Thema gelesen, aber das hier ist mit Abstand das Beste. Und die Sicht auf die Dinge, mit den Augen ihrer Mutter Brigitte, hat mich, wo ich selbst Mutter bin, ganz besonders mitfühlen lassen.

Kathrin hat dieses Kleid des Lebens hier bei uns viel zu schnell ausziehen müssen, aber ich bin mir ganz sicher, dass irgendwo ein neues, vielleicht ein noch viel schöneres Kleid, auf sie wartet.

Ein Link zu Kirschhäubchen FB Seite finden Sie hier.

http://www.kirschhaeubchen.at/bestellung/

zuletzt geändert am 2016-06-19 19:23:05



Morbus Hodgkin: Patienten Botschafter gesucht
am 2016-06-16 07:50:49

In Zusammenarbeit mit einem internationalen Pharmazieunternehmen sucht Snow Global (http://snow-companies.com) Patienten, die bereit wären, über Ihre Erfahrungen mit Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom) zusprechen. Ziel dieser Initiative ist es, eine Gruppe von (ehemaligen) Patienten zusammen zu stellen, die ihre persoenlichen Erfahrungen mit Mitarbeitern des Pharmazieunternehmens teilen und ihnen nahe bringen moechte, wie es ihnen mit der Krankheit geht und was ihnen wichtig ist. Natuerlich auch, was ihnen aus Patientensicht fehlt und wo die pharmazuetische Industrie Nachholfbedarf hat. Es handelt sich um eine reine interne Unternehmensinitiative, hat nichts mit einer klinischen Studie zu tun, sondern gibt den Patienten die Moeglichkeit, den Mitarbeitern dieses Pharmazieunternehmens ihre Sichtweise darzulegen und Veraenderungen voranzutreiben. 
Geeignete Patienten haben mindestens das 18. Lebensjahr vollendet und es fällt ihnen leicht, in ihrer Muttersprache und auf Englisch zu kommunizieren. Sollten Sie selbst Interesse haben oder einen Patienten kennen, der Snow Global bei diesem Projekt unterstützen würde, bitten wir Sie, sich bei Frau Waike Giller (Email: wgiller@snow-companies.com oder Telefon
+49 151 15310246) zu melden.

Die Vertraulichkeit aller Patientendaten halten wir strikt ein. Daher bitten wir Sie, keine Kontaktdetails ohne die ausdrückliche schriftliche Erlaubnis der Patienten an uns  weiter zu leiten.

zuletzt geändert am 2016-06-16 07:56:16



PAN und Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe arbeiten zusammen!
am 2016-05-30 10:51:49

Als gemeinsame Initiative im Kampf gegen Kinderkrebs veröffentlichen 180 Kinder-Krebs-Hilfe Organisationen heute, am Internationalen Kinderkrebstag, den neuen Song „We Are One“, der hoffentlich schon bald die Charts stürmen wird.

Gesungen wird das Lied von jungen YouTube Stars wie der Waldviertlerin Laura Kamhuber (Halbfinale „Die große Chance“) und Alexa Curtis (Gewinnerin von „The Voice Kids Australia 2014“). Die beiden sind mit 10 anderen YouTube-Stars internationale Kinderbotschafterinnen der Kampagne und laden alle Kinder der Welt ein, den Refrain mitzusingen: Rund um den Erdball beteiligten sich schon über 900.000 Kinder und Jugendliche an dem Aufruf, ihre Version des Refrains auf der Website www.child4child.com hochzuladen. Darunter sind auch Chöre, ganze Schulklassen und PatientInnen, die sich derzeit auf kinderonkologischen Stationen in Behandlung befinden. Die Videos zählen 369 Millionen Views und beweisen den Erfolg des Songs schon vor der heutigen Veröffentlichung.

Song und Musikvideo jetzt downloaden 
Wir nehmen den heutigen Internationalen Kinderkrebstags zum Anlass, um den Song „We Are One“ der Welt zu präsentieren. „We Are One“ wird auf über 20 Musikplattformen veröffentlicht und kann auf Spotify, iTunes und Co downgeloadet werden. Komponiert wurde der Song von Christophe Beck, der auch die Filmmusik zu Disneys Megahit „Die Eiskönigin“ geschrieben hat. Niemand geringeres als Regisseur und Musiker Johan Söderberg kreierte aus den über 900.000 eingeschickten Videos ein berührendes Musikvideo.

Jetzt Song anhören und Video ansehen 

Täglich erkranken weltweit ca. 700 Kinder an Krebs. Alle, die das Lied oder das Musikvideo teilen, liken und sharen unterstützen den Kampf gegen Krebs im Kindes- und Jugendalter und machen Betroffenen Mut.

 

PAN und die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe arbeiten zusammen: Es wird ein reibungsloser Übergang von Kinder- in die Erwachsenennachsorge ermöglicht.




SAVE THE DATE! Am 30.Juni PAN in NZZ Format, SRF 1
am 2016-04-29 11:57:46

Ein Beitrag zum Thema: Patient als Experte seiner Erkrankung

Am 30.Juni um 23:15 Uhr PAN in NZZ Format, SRF 1 und am 03. Juli im 3sat um 19:10

Mit Andrea Hoffmann-Rinderknecht – Founderin www.patientforum.ch und www.patienttube.com, Gerd Nagel, Rudi Klausnitzer, Maximilian Gottschlich, Anna Fraefel, Thomas Hennlich, Arnulf Ferlitsch, Dani Horowitz, Bernhard Sauter, Angelika Widhalm, Christian Breymann, Isabelle Rottmann und Natalija Frank.

Aus vielen Perspektiven erzählen hier Menschen mit persönlichen Erfahrungen sowie Experten aus unterschiedlichen Bereichen, wie wichtig es ist, gut informiert und selbsttätig in seiner Erkrankung zu sein.

Link: NZZ Mediengruppe

Link Sendung

 

zuletzt geändert am 2016-07-16 19:05:09



PAN auf Crowdfunding Projektplattform
am 2016-02-23 11:07:39

Unser Projekt „Cancer Awareness für Jugendliche und junge Erwachsene!“ ist mit heute auf der Crowdfunding Projektplattform für Spenden freigeschalten.

Es kann ab jetzt gespendet werden.

Der direkte Link zum Projekt ist: http://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/904/

Warum ist die Schaffung von Cancer Awareness für Jugendliche und junge Erwachsenen wichtig?

Jugendliche und junge Erwachsene assoziieren nicht nur selbst das Thema Krebs nicht mit ihrer eigenen Gesundheit, auch für die Ärzte und das Gesundheitssystem ist Krebs entweder eine Erkrankung des Alters oder aber eine Erkrankung von Kindern.

Gerade in Österreich ist Krebs bei Kindern durch die Kinderkrebsforschung und das St.Anna ein aufgeklärtes Thema und sowohl Ärzte als auch Eltern achten diesbezüglich mehr auf Symptome und die Vorsorge bei Kindern. Krebs bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist leider nach wie vor ein Thema, über das man nicht nachdenkt.

Daher kommen junge Menschen sehr spät zur Diagnose und der richtigen Behandlung, mit dementsprechenden Erfolgsaussichten. Um diese Lücke zu schließen, ist es wichtig Awareness für Krebs bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu schaffen.




Freiwillige vor!
am 2016-01-27 17:32:04

Jährlich setzen sich weltweit Millionen von Menschen freiwillig und unbezahlt für die Gesellschaft ein. Im deutschsprachigen Raum sind knapp 30 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahre regelmäßig in einer Nonprofit-Organisation tätig. Dies kommt nicht nur der Gesellschaft im Allgemeinen zugute, auch die Freiwilligen profitieren gesundheitlich davon.

Tue Gutes und dir wird Gutes widerfahren“ sagt ein altes Sprichwort. Doch diesem stehen die geflügelten Worte Benjamin Franklins gegenüber, der nicht umsonst die bekannteste grüne Banknote der Welt ziert. Denn „Zeit ist Geld“ und diese läuft uns in der modernen Gesellschaft immer schneller davon.


Globale Beschleunigung

Dass Freiwilligenarbeit eine starke, solidarische Zivilgesellschaft fördert und zugleich eine enorme staatswirtschaftliche Entlastung darstellt, ist unbestritten. Welche Vorteile bringt es aber dem Einzelnen? Was bewegt Menschen dazu, unbezahlt zu arbeiten, und wie lässt sich Freiwilligenarbeit mit dem allgegenwärtigen Gefühl der Zeitknappheit vereinbaren?

Prof. Dr. Hartmut Rosa lehrt an der Universität Jena Soziologie und bezeichnet die moderne westliche Gesellschaft als eine in ständiger Beschleunigung. Dies wird auch an Beispielen aus dem Familien- und Berufsleben ersichtlich: Vor zweihundert Jahren wurde der Beruf innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitervererbt. Später kamen Zeiten, in denen man den beruflichen Werdegang zwar frei wählen durfte, dann aber fast immer lebenslang und zumeist beim selben Arbeitgeber blieb.

Heute wechselt der „Jobhopper“ das Beschäftigungsverhältnis alle paar Jahre und selbst der Umstieg auf völlig neue Karrierewege ist keineswegs selten. Diese Beschleunigung ist auch auf anderen Ebenen beobachtbar: Wir essen schneller, wir schlafen weniger und obwohl das Briefeschreiben dank der Technologie ein zeitsparender Prozess geworden ist, sind wir täglich mit einer Flut von E-Mails konfrontiert.

Egal, ob wir von einer Stunde, einem Jahr oder einer Lebensspanne sprechen, in der modernen Gesellschaft steigt die Zahl an Handlungen und Erlebnissen pro Zeiteinheit rasant an. Neben der kulturellen Antriebskraft („You Only Live Once – Man lebt nur einmal“ heißt das Motto der Generation Y) wird die Beschleunigung auch durch das Wettbewerbsprinzip der Moderne vorangetrieben, so Rosa. Die Folgen zeichnen sich immer deutlicher ab: Es gibt keine sicheren Berufsnischen mehr und der Kampf um Anerkennung wird bei zeitgleicher Vernachlässigung der Sinngenerierung im Beruf tagtäglich geführt.

Dies spiegelt sich wiederum in pathologischen Symptomen wie Burnout und Depressionen wider, welche im letzten Jahrzehnt den Epidemie-Status erreicht haben.


Freiwilliges Engagement als Entschleunigungsoase

Die Chilenin Lucia stellt heiter fest: „Ich sehe meine Nebentätigkeiten als Ausgleich zu meinem Beruf.“ Der Grund liegt nahe: Es handelt sich um eine meist selbstbestimmte Tätigkeit, die keine Existenzsicherung anstrebt. Der Mensch ist vom fremdbestimmten Leistungskorsett der Erwerbsarbeit befreit und agiert somit autonom. Eine Autonomie, die über die Form des Handelns hinausgeht (Wie verrichte ich meine Arbeit?) und eine freiere Inhaltsgestaltung erlaubt (Womit beschäftige ich mich?). Die oft versprochene Autonomie der Moderne, die in der vom Wettbewerb bestimmten Arbeitswelt bei schwindelerregendem Tempo oft verloren geht.

In diesem Zusammenhang mag die Freiwilligenarbeit eine Art Entschleunigungsoase darstellen. Gewiss wäre es irreführend zu behaupten, dass der Wettbewerb gar keine Rolle im Nonprofit-Bereich spielt. Schließlich kämpfen viele Organisationen täglich ums Überleben. Für das Individuum ist diese Tätigkeit aber kaum mit Existenzsicherung verbunden, sondern vielmehr mit einer Sinngenerierung. Das Sinnerleben ist ein ausschlaggebender Motor der Freiwilligkeit.

Wenn man diese Argumentation verfolgt, liegen die gesundheitsförderlichen Merkmale der Freiwilligenarbeit auf der Hand. Die Forschungsergebnisse sind in dieser Hinsicht sehr breit und bunt. Im Gegensatz zu Menschen, die keiner Freiwilligenarbeit nachgehen, sind freiwillig Engagierte laut Untersuchungen weniger anfällig für Depressionen und leiden seltener unter Stress- und Burnoutsymptomen.

Sie besitzen zudem bessere Blutdruckwerte und haben weniger Spitalsaufenthalte. Ganz allgemein weisen freiwillig Tätige meist ein gesundheitsbewusstes Verhalten und eine höhere Lebenserwartung auf.

In einer unserer Studien wurden 800 Erwerbstätige aller Alters- und Beschäftigungsgruppen befragt, von denen ein Drittel Freiwillige in einem Verein oder einer Organisation waren. Trotz des zusätzlichen Zeitaufwands, berichtete diese Subgruppe von einer besseren Work-Life-Balance im Vergleich zu jenen, die keine Freiwilligenarbeit leisteten.


Relativität der Zeit

Studien aus den USA (Mogilner et al, 2012) zeigen, dass dieses Hilfsverhalten unsere Zeitwahrnehmung positiv verzerrt. Probanden in einer experimentellen Gruppe, die anderen Menschen in ihrer Freizeit geholfen haben (z. B. Pflege älterer Personen, Betreuung von Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen) berichteten darüber, im Allgemeinen mehr Zeit verfügbar zu haben als Probanden in den Kontrollgruppen.

Diese Daten stellen die verbreitete Annahme, dass mehr arbeitsfreie Zeit eine bessere Balance von Arbeits- und Privatleben ermöglichen würde, auf den Kopf. Denn es geht nicht um die Quantität, sondern um die Qualität der arbeitsfreien Zeit. Wenn man Spaß an einer Tätigkeit hat, Sinn erlebt und die eigenen Kompetenzen erfolgreich einsetzt, kann auch unbezahlte Arbeit der Ausgleich zur Erwerbstätigkeit sein. Wie Prof. Cassie Mogilner, University of Pennsylvania, in einem Artikel kurz und prägnant postuliert: Zeit zu geben, gibt uns Zeit.

Dabei ist allerdings wichtig, dass die Motivation dahinter aufrichtig ist: Wenn Menschen Freiwilligenarbeit leisten um dem sozialen Druck gerecht zu werden, oder um ihre Karrierechancen zu steigern, also aus fremdbestimmten Motiven heraus, dann flachen sich die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit deutlich ab, denn das selbstbestimmte Agieren ist hierbei der Schlüssel.


Freiwilligenarbeit: Eine Tätigkeit der Elite?

Einem wissenschaftlich geübten Auge wird die Frage der Kausalität sofort auffallen. Neben den vielen Querschnittsdaten, existieren mittlerweile viele Längsschnitt- und Tagebuchstudien, die eine kausale Aussage ermöglichen: Freiwilligenarbeit kann als psychosoziale Ressource fungieren und dadurch gesundheitsfördernd wirken.

Kann es aber auch umgekehrt sein? Sind es gerade gesunde Leute, die dazu neigen, Freiwilligenarbeit zu leisten? Die Empirie und die Statistiken belegen ein klares Ja. Dies stellt aber keinen Widerspruch dar, denn Menschen die über diese psychosozialen Ressourcen nicht verfügen, könnten sie durch die Freiwilligenarbeit kompensieren.

Dabei ist die WHO-Definition zu beachten, die Gesundheit nicht nur als das Fehlen von Krankheit und Gebrechen definiert, sondern als Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens.


Freiwilligenarbeit und Integration

In vielerlei Hinsicht vertritt Lucia die typische Freiwillige: erwerbstätig, zwischen 35 und 50 Jahre alt, gut ausgebildet und vernetzt – gute Voraussetzungen für die soziale Gesundheit. Dass sie aber aus Chile kommt, macht sie eher zu einer Ausnahme in der Freiwilligenlandschaft.

Statistiken belegen, dass die Partizipation bei Migranten niedriger ist.
Das Gleiche gilt für Invalidenrentner, Arbeitslose und – obwohl die Freiwilligkeitsforschung sich vor allem mit ihnen auseinandergesetzt hat – Menschen im Rentenalter.

Die Hürden für diese Gruppen sind oft unausgesprochen und sowohl bei den Individuen als auch bei den strukturellen Bedingungen zu verorten. Es liegt aber nahe, dass gerade diese Gruppen am stärksten von den gesundheitsförderlichen Effekten der Freiwilligenarbeit profitieren könnten.

Für sie steht weniger Kompensation und Ausgleich zum Berufsleben im Vordergrund, sondern die Ausübung einer sinnstiftenden Tätigkeit die Ihnen die (Wieder-)Eingliederung ins gesellschaftliche Leben ermöglicht. In dieser Konstellation stellt sich die Frage, ob dieser implizite Selektionsprozess beseitigt werden kann, und ob der Nonprofit Bereich stärkere Integrationsbemühungen anstreben soll.

Im Dialog mit NPOs und mit den unterrepräsentierten Gruppen kann man feststellen: die Bereitschaft ist beiderseitig da, es müssen nur Strategien entwickelt werden, um die damit verbundenen Herausforderungen zu bewältigen.

Auch Lucia beginnt langsam an ihren Ruhestand zu denken. „Ich schätze mich eigentlich glücklich mit meinem Beruf; ich fühle mich erfüllt. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Aber ich freue mich auch auf den Tag, an dem ich aufhöre, eine Leistungsmaschine zu sein, und tun kann, was mir am Herzen liegt.

Und so wie ich mich kenne, wird das etwas Karitatives sein“. Die kalten Winter ihres Lebensabends will sie auf Kuba verbringen. „Ich habe dort Familie und bin mir sicher, dass ich auch im Alter dort noch nützlich sein kann.“
Und wenn sie nicht freiwillig am Arbeiten ist, dann hat sie dort auch die Sonne und das Meer direkt vor der Haustür, eine ganz buchstäbliche Form einer Entschleunigungsoase.

Dr. Romualdo Ramos ist Arbeitspsychologe in Zürich und war bis vor Kurzem am Department für Management, Technologie und Ökonomie der ETH Zürich, sowie am Institut für Epidemiologie, Biostatistik & Prävention der Universität Zürich tätig.


Quelle: http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/a-h/allgemeinmedizin/?full=51210
 

zuletzt geändert am 2016-01-27 17:37:59



Fertilität und Krebs
am 2016-01-17 20:11:57

Fertilität und Krebs

von Caroline Ruschko, BSc

Die Heilungschancen von Patientinnen und Patienten mit onkologischen Erkrankungen, die sich im Kindesalter bzw. reproduktiven Lebensalter manifestieren, sind heute besser als in der Vergangenheit. Somit sollte den Maßnahmen zur Erhaltung der Fertilität dieser Patientinnen besondere Beachtung geschenkt werden.

Mögliche Auslöser für Unfruchtbarkeit

Was bewirken Chemotherapie, Bestrahlung oder Operation?

Manche Tumorarten beeinträchtigen direkt die Produktion von Samen- oder Eizellen und können damit Unfruchtbarkeit auslösen. Meist sind es aber die verschiedenen Krebstherapien, die das Risiko steigern, unfruchtbar zu werden.

Zielgerichtete Medikamente: Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit nicht ausreichend geklärt

Neuere Medikamente, die nicht zur "klassischen" Chemotherapie oder Hormontherapie zählen, haben die Krebstherapie in den letzten Jahren erweitert. Sie werden als zielgerichtete Medikamente bezeichnet: Sie greifen in Signalketten und Stoffwechselwege ein, die vor allem für Tumorzellen, weniger aber für gesunde Zellen wichtig sind. Viele dieser Mittel bauen auf Antikörper auf, andere wirken über die chemische Beeinflussung von Stoffwechselvorgängen, die für das Tumorwachstum wichtig sind. Trotzdem hat jedes dieser modernen Mittel auch Nebenwirkungen auf gesundes Gewebe. Eine Schädigung von Ei- oder Samenzellen oder Auswirkungen auf ein ungeborenes Kind sind daher nicht auszuschließen. Bisher fehlen aber für viele der betreffenden Arzneimittel detaillierte Langzeit-Untersuchungen am Menschen. Ob die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigt wird, steht bisher nicht fest. Die Auswirkungen der Medikamente auf die Zeugungsfähigkeit von Männern sind ebenfalls kaum untersucht. Es gibt für einige Mittel aus dieser Medikamentengruppe Berichte über die Geburten gesunder Kinder. Von anderen Medikamenten ist aber bekannt, dass sie den Embryo schädigen können, bei einigen ist dies sogar eindeutig belegt.

Abschließende Aussagen zu einer Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit oder Folgen für die Nachkommen sind bisher nicht möglich. Die Hersteller raten daher Frauen davon ab, während der Behandlung mit zielgerichteten Krebsmedikamenten eine Schwangerschaft zu planen. Auch Männern empfehlen sie während der Behandlung und einige Zeit danach eine Empfängnisverhütung. Bei Substanzen, bei denen die schädigende Wirkung gesichert ist, gilt eine Empfängnisverhütung sogar als Voraussetzung für die Behandlung.

Kinderwunsch nach Krebs: Vorbeugung oder Behandlung?

Was möglich ist, was nicht

Wenn eine Krebserkrankung schnell behandelt werden muss, bleibt Betroffenen meist wenig Zeit, über einen späteren Kinderwunsch nachzudenken. Besteht das Risiko, später unfruchtbar zu werden, sollten Frauen und Männer sich trotzdem beraten lassen: über Möglichkeiten der Vorbeugung ebenso wie über Möglichkeiten, später trotz eingeschränkter Fertilität eigene Kinder zu bekommen. Der folgende Text stellt die wichtigsten Verfahren im Überblick vor und bietet Linktipps. Welche Chancen Patienten und ihre Partner auf eine normal verlaufende Schwangerschaft und ein gesundes Kind haben, hängt jedoch stark von der jeweiligen Erkrankung und ihrer Behandlung ab. Konkrete Auskünfte und eine persönliche Beratung können Betroffene daher nur von ihren Ärzten erhalten.

Vorbeugung: Möglichst früh die Fruchtbarkeit schützen

Längst nicht alle Krebspatienten müssen befürchten, dass sich ihre Therapie auf die Fruchtbarkeit auswirkt. Wie hoch das individuelle Risiko ist, können die behandelnden Ärzte am ehesten überblicken. Für Betroffene ist es sinnvoll, diese Frage so früh wie möglich zu klären, am besten vor Beginn ihrer Behandlung. Selbst wenn ein möglicher Kinderwunsch bei ihnen noch in weiter Ferne liegt, sollten auch krebskranke Jugendliche rechtzeitig über ihre Möglichkeiten aufgeklärt werden, so die Empfehlung von Experten.

Maßnahmen zum Schutz der Fruchtbarkeit sind allerdings kein unmittelbarer Bestandteil der eigentlichen Krebsbehandlung. Zudem unterscheiden sich die bisher zur Verfügung stehende  Verfahren sowohl vom medizinischen, wie vom organisatorischen Aufwand her für Männer und Frauen stark. Die behandelnden Ärzte überweisen ratsuchende Krebspatienten daher meist zu weiteren Ansprechpartnern. Auch die Krankenversicherungen sollten möglichst rechtzeitig in die Planung eingebunden werden: Nicht alle machbaren Maßnahmen zum Fertilitätserhalt sind Regelleistungen der gesetzlichen Kassen; auch private Versicherungen übernehmen nicht automatisch alle Kosten.

Das "Netzwerk FertiPROTEKT" bietet auf seinen Internetseiten www.fertiprotekt.de Informationen für Betroffene insbesondere vor und nach einer Chemo- oder  Strahlentherapie. Hier werden die Informationen bezüglich Kryokonservierung von Gameten bzw. Ovargewebe angeboten. Es stellt aber auch Hintergründe und Behandlungsempfehlungen für Ärzte zur Verfügung. Aufgeführt sind außerdem die Adressen der über 70 angeschlossenen Zentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Beratungen durchführen und Behandlung anbieten.

Kinderwunschbehandlung: Auch für Krebspatienten meist möglich

Theoretisch steht erwachsenen Krebspatienten und ihren Partnern die gesamte Palette der heute verfügbaren Fertilitätsbehandlungen zur Verfügung. Manche Maßnahmen können allerdings für Krebspatienten ein Risiko darstellen. Ob zum Beispiel Frauen mit einer hormonabhängigen Krebserkrankung eine hormonelle Stimulation schaden würde, muss im Einzelfall mit den behandelnden Krebsärzten besprochen werden.

Beratung ist auch aus einem anderen Grund wichtig: Die meisten Fertilitätsbehandlungen sind für Gesunde wie für ehemalige Krebspatienten und ihre Partner nicht nur körperlich belastend. Sie belasten auch die Psyche, vor allem dann, wenn erste Versuche erfolglos bleiben. Viele Fertilitätsbehandlungen bergen zudem das Risiko für eine Mehrlingsschwangerschaft. Betroffene sollten also abwägen, ob sie sich dieser Herausforderung gewachsen fühlen. In spezialisierten "Kinderwunsch"-Zentren arbeiten Ansprechpartner, die in der Begleitung betroffener Paare besonders geschult sind.

Es gibt verschiedene Methoden der unterstützenden Therapie, hier nur ein kurzer Überblick:

  • Eine Krebsbehandlung kann die hormonellen Regelkreise aus dem Takt bringen, die für die Entwicklung von Ei- oder Samenzellen verantwortlich sind. Bei Frauen wie bei Männern ist dann eventuell eine hormonelle Stimulationsbehandlung möglich.
  • Die hormonelle Stimulation der Eizellproduktion gilt auch als Voraussetzung für die meisten weiteren Fertilitätstherapien, sowohl bei selbst betroffenen ehemaligen Krebspatientinnen wie auch bei den gesunden Partnerinnen betroffener Männer: Werden die Anzahl reifender Eizellen und der Zeitpunkt des Eisprungs gesteuert und ärztlich überwacht, erhöht dies die Chance auf eine Schwangerschaft.
  • Bei der sogenannten Insemination werden Samenzellen heute meist direkt in die Gebärmutter der Frau übertragen, seltener in die Eileiter oder den Gebärmutterhals. Das Sperma bereiten die meisten Kinderwunsch-Praxen oder –Kliniken dazu vorher auf: Möglichst aktive Samenzellen werden konzentriert und ohne die anderen Bestandteile der Samenflüssigkeit zur Insemination genutzt.
  • Aber auch eine Befruchtung im Reagenzglas ist üblich. Dabei werden der Partnerin nach Hormonbehandlung Eizellen entnommen. Bei guter Spermaqualität werden diese mit aufbereitetem Samen befruchtet (In vitro-Fertilisation, IFV). Ist die Qualität nach dem Auftauen schlecht oder dies von vornherein zu erwarten, kann man eine Samenzelle auch direkt in eine Eizelle injizieren (intrazytoplasmatische Spermatozoeninjektion, ICSI).

Die gesetzlichen Krankenkassen wie auch viele private Versicherungen übernehmen die Kosten für einige dieser Verfahren, wenn auch nicht für eine beliebig lange Therapiedauer und auch nur unter bestimmten Bedingungen. So gelten beispielsweise Altersgrenzen: Männer dürfen zwischen 25 und 50 Jahre alt sein, Frauen zwischen 25 und 40 Jahre. Während alleinige hormonelle Therapien meist problemlos und über längere Zeit  möglich sind, zahlen die Versicherungen beispielsweise meist nur eine gewisse Anzahl an In-vitro-Fertilisationen. Die gesetzlichen Kassen übernehmen zudem nur einen Teil der Kosten, und dies meist nur bei verheirateten Paaren. Pauschale Auskünfte sind allerdings schwierig: Betroffenen hilft im Zweifelsfall zur Klärung nur die persönliche Rücksprache mit ihrer Versicherung.

Ansprechpartner: Ärzte und Zentren

Auf die Behandlung von Fertilitätsstörungen haben sich verschiedene Facharztrichtungen spezialisiert. Für Frauen ist der Gynäkologe der erste Ansprechpartner. Er kann viele Untersuchungen vornehmen, erste Behandlungen einleiten und überweist bei Bedarf an Kollegen, die weitere Maßnahmen planen. Männer wenden sich an Urologen, die die Zusatzbezeichnung Andrologie führen, oder auch an spezialisierte Hautärzte.

In sogenannten Kinderwunsch-Sprechstunden an größeren Kliniken und Zentren arbeiten entsprechende Fachleute zusammen, an die die niedergelassenen Ärzte bei Bedarf überweisen können. Haus- oder Fachärzte können auch zu genetischen Beratungsstellen überweisen, falls die Sorge besteht, ein Krebsrisiko an Kinder weiterzugeben oder durch die Behandlung Schäden an der Erbsubstanz verursacht zu haben.

Die behandelnden Krebsärzte bleiben aber wichtige Ansprechpartner bei der Frage nach Therapiefolgen, auch wenn die Erkrankung schon längere Zeit zurück liegt. Mit den behandelnden Ärzten können betroffene Frauen zudem klären, ob aus medizinischer Sicht einer Schwangerschaft etwas entgegensteht. Männer wie Frauen können zudem mit  Ärzten und psychoonkologischen Fachleuten, die es an fast allen Krebszentren gibt, die psychologische Seite der Familienplanung nach einer Krebserkrankung besprechen.

Schwangerschaft bei Krebspatientinnen: Risiko für einen Rückfall?

Nach bisherigen Daten erhöht eine Schwangerschaft nicht das Risiko für einen Rückfall.

Erhöht eine Schwangerschaft nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung die Wahrscheinlichkeit, einen Rückfall zu erleiden? Solche Befürchtungen hatten Fachleute insbesondere bei hormonabhängig wachsendem Brustkrebs: Die veränderte Hormonlage während der Schwangerschaft, vor allem der hohe Östrogenspiegel, könnte “schlafende“ Tumorzellen zum Wachsen anregen. Daher gibt es zu dieser Tumorart vergleichsweise viele Untersuchungen. Die vorliegenden Studien haben den Verdacht jedoch nicht bestätigt: Frauen mit einem hormonabhängigen Tumor haben kein erhöhtes Risiko für ein Rezidiv (Wiederauftreten der Erkrankung).
Für andere Krebsarten gibt es weniger Daten zum Risiko durch eine Schwangerschaft. Es gibt jedoch auch keine auffallenden Hinweise auf ein deutlich gesteigertes Rückfallrisiko bei ehemals krebskranken Müttern.

Nach neuen Erkenntnissen spielt es auch keine Rolle, zu welchem Zeitpunkt nach ihrer Behandlung eine Patientin schwanger wird. Sich mit der Familienplanung noch etwas Zeit zu lassen, diese Empfehlung vieler Fachleute nimmt eher Rücksicht auf die körperlichen und psychischen Belastungen, die eine Krebserkrankung und ihre Behandlung mit sich bringen.

 

zuletzt geändert am 2016-01-17 20:59:26



Haare behalten während Chemotherapie: Studienergebnisse
am 2015-10-12 10:48:28

Die Ergebnisse der in Österreich erstmals durchgeführten Anwendungsbeobachtung zur Kopfhautkühlung hat ergeben, dass 85% der Patienten, welche eine Paxman Kühlkappe vor, während und nach der Chemotherapie getragen hatten, ihre Haare behielten und keine Perücke benötigten.

Die erfolgreichen Ergebnisse, welche mit einem Paxman Kopfhautkühlsystem erzielt wurden, werden von Natalija Frank, Executive Manager für klinische Forschung am Comprehencive Cancer Certer in Wien und Gründerin von PAN, anlässlich des Europäischen Krebskongresses ECCO 2015, Europas größte Krebsplattform, vorgestellt.

Das Ziel der Studie war es, die Wirksamkeit der Kopfhautkühlung bei der Prävention von durch Chemotherapie induziertem Haarausfall zu bewerten. Zwölf Patienten, Frauen und Männer, nahmen an der Anwendungsbeobachtung teil und zeigten eine sehr gute Verträglichkeit und Patientenakzeptanz. Einer der TeilnehmerInnen, die vorher sogar die Haare als Folge der Chemotherapie bereits verloren hatte, zeigte nach Anwendung des Kopfhautkühlsystems bei den weiteren Zyklen der Chemotherapie wieder neues Haarwachstum.

Haarausfall ist eine bekannte Nebenwirkung von vielen Chemotherapien,welche von nahezu allen Patienten als der dramatischste Aspekt ihrer Therapie empfunden wird. Die Kopfhautkühlung bietet bei vielen chemotherapeutischen Medikamenten die einzige wirklich erfolgreiche Prävention des Haarausfalls. Bei ordnungsgemäßer Anwendung  ist es sehr wahrscheinlich, dass PatientInnen ihr Haar voll oder zumindest soweit behalten können, dass sie keine Perücke brauchen. Das schützt die Betroffenen im Arbeitsleben, verbessert das Selbstwertgefühl der Patienten und führt zu einer positiven Einstellung gegenüber der Behandlung, was wiederum den Heilerfolg fördert.

Die Kopfhautkühlung funktioniert, indem die Temperatur der Kopfhaut kurz vor der Anwendung der Chemotherapie, währenddessen und nach der Infusion gesenkt wird.

Im Gespräch über die Ergebnisse erklärte Natalija Frank:"Nachdem ich über die weltweiten, positiven Ergebnisse vom Paxman Kopfhautkühlsystemen Kenntnis erlangt hatte, habe ich für mich beschlossen, eigene Anwendungsbeobachtung in Österreich durchzuführen und ich freue mich, dass diese Ergebnisse so sehr für sich sprechen. Kopfhautkühlung hilft Patienten ihre Haare trotz Chemotherapie zu behalten und bietet viele Vorteile und die Verbesserung ihrer Lebensqualität. Ich würde empfehlen, dass alle Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen und welchen die Haarerhaltung wichtig ist, die Paxman Kopfhautkühlung nutzen und glaube, dass diese Möglichkeit  bundesweit in ganz Österreich zur Verfügung stehen sollte, um den Patienten zu helfen ihre Haare zu behalten."

Das Paxman Haarausfall-Präventions-System wird erfolgreich bei über 100.000 Patienten in 32 Ländern der Welt bei unterschiedlichen Krebsarten in Kombination mit den meist genutzten chemotherapeutischen Medikamenten angewendet, um die Haare während und nach der Chemotherapie-Behandlung zu behalten.

Das Gerät wurde ursprünglich von einem britischen Unternehmer entwickelt, nachdem seine Frau sich einer Chemotherapie in den 1990er Jahren unterziehen musste. Das Paxman Kopfhautkühlsystem ist jetzt in mehr als 80% der britischen Onkologie-Zentren im Einsatz. Die österreichische klinische Studie folgt zahlreichen Studien und Zulassungen weltweit und ist Teil des Engagements Paxmans, die Effizienz der Kopfhaut Kühlung zu verbessern und letztlich die Erfolgsrate des "Null-Haarausfalls" anzuheben von 50/50 bis 80/20 im Jahr 2020.

Die österreichischen Ergebnisse werden erstmals bei demPatientInnen Informationstag, anlässlich des ECCO 2015, am 29. September in Wien vorgestellt.

Mehr Informationen über Paxman

Paxman ist der weltweit führende Experte für Kopfhautkühlungzur Vorbeugung von Haarausfall während der Chemotherapie.

Paxman Kopfhautkühlsysteme werden in der ganzen Welt verwendet. Das Paxman System ist in zwei Ausführungen erhältlich. Orbis I bietet Kühlung für einen einzelnen Patienten und ist geeignet für kleinere Chemotherapie-Zentren oder Privatordinationen, während dasOrbis II Gerät Behandlung für ein oder zwei Patienten gleichzeitig  und unabhängig voneinander bietet.

Die Kopfhaut-Kühlkappe ist aus leichtem Silikon hergestellt, weich und flexibel und lässt sich problemlos während der Behandlung über meist 3,5 -4 Stunden tragen. Durch diese Silikonkappe fließt die Kühlflüssigkeit, welche die Kopfhaut auf eine konstante Temperatur von +18°C abkühlt, um Blutgefäße zu verengen und dadurch die schädlichen Gifte nicht an die Haarwurzeln zu lassen um so den Haarausfall zu verhindern.

Unterstützt von führenden Onkologen aus der ganzen Welt wurde das System mit dem Millennium Product Awardfür Innovation ausgezeichnet und hat weltweit sehr erfolgreich in vielen Krankenhäusern und onkologischen Zentren für viele Patienten den durch Chemotherapie verursachten Haarausfall verhindert.


zuletzt geändert am 2016-01-15 14:36:05



Humangenetische Beratung und Diagnostik bei Krebs
am 2015-05-29 13:05:49

Humangenetische Beratung und Diagnostik bei Krebs

erstellt von Caroline Ruschko, BSc.

Krebs - eine Krankheit der Gene?

Hinter dem Begriff „Krebs“ verbergen sich weit mehr als hundert verschiedene bösartige Erkrankungen. Sie können entstehen, wenn sich bestimmte Abschnitte der Erbsubstanz verändern (mutieren). Diese Veränderungen können entweder spontan auftreten oder durch Umweltfaktoren wie z.B. Tabakrauch oder UV-Strahlen ausgelöst werden. Werden Gen-Veränderung nicht repariert, bleibt die Erbinformation „verfälscht“ und Gen-Mutationen bleiben zurück. Damit Krebs aus einer Körperzelle entstehen kann, müssen Mutationen in mehreren Genen auftreten.

Gen-Mutationen können ausgelöst werden durch:

• UV-Strahlen (Sonnenlicht)

• Rauchen

• Chemikalien

• Virusinfektionen

• Alkohol

• falsche Ernährung

• erbliche Veranlagung (familiärer Krebs)

• unbekannt

Familiärer Krebs

Veränderungen der Erbsubstanz können von einer Generation auf die nächste vererbt werden.
Man schätzt, dass bei 5 bis 10 Prozent aller von Krebs betroffenen Patienten eine angeborene Veränderung in der Erbsubstanz vorliegt, die Krebs begünstigt hat. Bei weiteren ca. 20 Prozent liegt wahrscheinlich eine gewisse Veranlagung vor. In Familien mit einer erblichen Veranlagung wird diese nicht zwingend an alle Nachkommen weitergegeben. Außerdem erkranken nicht alle mit einer angeborenen Veranlagung an Krebs. Da Krebserkrankungen häufig sind, treten nicht selten mehrere Krebsfälle in einer Familie auf. Dies allein bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass in dieser Familie eine erbliche Veranlagung besteht.

Hinweise auf Vererbung:

  • Gehäuftes Auftreten einer Krebsart in der Familie
  • Krankheitsausbruch vor dem 40. oder 50. Altersjahr
  • unübliche Tumoren wie z.B. rechtsseitiger Darmkrebs oder Brustkrebs bei einem Mann
  • mehrere Tumoren bei der gleichen Person

Was können Sie tun?

Früherkennung
Ein Gespräch mit Ihrer Hausärztin oder einer Fachärztin kann eine erste Möglichkeit sein, sich über eine allfällig familiär gehäuft auftretende Krebskrankheit zu informieren. Personen mit einer vermuteten oder nachgewiesenen Krebsveranlagung sollten sich regelmäßig untersuchen lassen. Manche Tumoren können in einem frühen Stadium entdeckt und gut behandelt werden. Dies kann die Heilungschancen immens verbessern.

Risiko vermeiden
Durch einen gesunden Lebensstil kann das Risiko an Krebs zu erkranken reduziert werden. Dazu gehören unter anderem: Nichtrauchen, eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, geringer Alkoholkonsum und guter Sonnenschutz.

Beratungsgespräch

Im Rahmen einer genetischen Beratung werden Fragestellungen behandelt, die mit dem Auftreten und/oder der Befürchtung einer angeborenen und/oder genetisch (mit)bedingten Krebserkrankung zusammenhängen. Die genetische Beratung soll einem Einzelnen oder einer Familie dabei helfen, medizinisch-genetische  Fakten zu verstehen, Entscheidungsalternativen zu bedenken und individuell angemessene  Verhaltensweisen zu wählen.

Eine genetische Beratung sollte in Anspruch genommen werden:

  • wenn das Vorliegen einer genetischen Erkrankung vermutet wird
  • wenn in der Verwandtschaft eine möglicherweise genetische Erkrankung aufgetreten ist
  • wenn ein Partner (oder auch beide) bekannter Weise Überträger einer genetischen Erkrankung ist (sind)
  • wenn in einer Partnerschaft bereits ein Kind mit einer genetischen Erkrankung geboren wurde
  • wenn die Partner miteinander verwandt sind
  • wenn bei Kinderwunsch ein erhöhtes Alter oder eine Erkrankung der Eltern vorliegt
  • wenn Fertilitätsstörungen vorliegen
  • wenn wiederholt Fehlgeburten ohne bekannte Ursache eingetreten sind
  • vor und nach der Durchführung einer genetischen Untersuchung
  • zur Erläuterung genetischer Befunde

Ein genetisches Beratungsgespräch umfasst:

  • Informationen über medizinische Zusammenhänge angeborener oder spätmanifestierender, genetisch bedingter bzw. mitbedingter Erkrankungen oder Behinderungen (unter Einschluss von Ätiologie, Prognose, Therapie bzw. Prävention), sowie Information über prä- und postnatale Diagnostik (Diagnostik vor und nach der Geburt). Die Bedeutung genetischer Faktoren bei der Krankheitsentstehung und deren Auswirkungen auf die Erkrankungswahrscheinlichkeiten für Angehörige bzw. die/den zu Beratende(n) selbst werden dargelegt.
  • Berechnung der Erkrankungsrisiken unter Angabe rechnerischer oder empirischer Werte. Im Falle exogener (aus äußeren Ursachen entstehend) Belastungen die Erörterung möglicher Wirkungsmechanismen, teratogener (äußere Einwirkungen, die Fehlbildungen beim Embryo hervorrufen können) und/oder mutagener (äußere Einwirkungen, die Genmutationen oder Chromosomenaberrationen auslösen) Risiken, sowie Möglichkeiten von Prävention bzw. Therapie und pränataler Diagnostik.
  • Hilfe bei einer individuellen Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung der jeweiligen persönlichen bzw. familiären Situation. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Beachtung und Respektierung der individuellen Werthaltungen einschließlich religiöser Einstellungen sowie der psychosozialen Situation der Ratsuchenden zu.
  • Hilfe bei der Bewältigung bestehender bzw. durch genetische Diagnostik neu entstandener Probleme.

Gut zu wissen

Eine genetische Beratung sollte nicht mit einem Gentest verwechselt werden. Um jedoch einen Gentest durchzuführen ist eine genetische Beratung eine unabdingbare Voraussetzung. Im Rahmen einer genetischen Beratung kann unter anderem sorgfältig abgewogen werden, ob ein Gentest ins Auge gefasst werden sollte, und was dies für die Betroffenen und ihre Angehörigen allenfalls bedeuten würde.

Nähere Informationen zur genetischen Beratung finden Sie auf der Homepage:

http://www.meduniwien.ac.at/hp/medizinische-genetik/klinischer-bereich/genetische-beratung/

Bei Fragen bzw. Terminvereinbarungen wenden Sie sich an:

PatientInnensekretariat:

Brigitte Hofer
Tel: +43 1 40160 56531
Fax: +43 1 40160 956531
eMail: brigitte.hofer@meduniwien.ac.at

zuletzt geändert am 2015-05-29 13:08:13



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am 2015-03-30 16:58:13

Kunstvoll [Über]leben: erster Kunstmarkt für junge Krebskranke war Publikumserfolg

Der erste Kunstmarkt für junge Krebskranke in den Sofien Sälen war ein Publikumserfolg. Trotz des Traumwetters besuchten zahlreiche Kunstinteressierte den Kunstmarkt und genossen das Kulturprogramm und die ausgestellten Kunstwerke.

Christoph Zielinski, Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin I und Leiter des Comprehensive Cancer Center (CCC) Vienna, eröffnete „kunstvoll [Über]leben“ und knüpfte mit seinen Worten an die Ziele des Vereins an: „Es ist gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Knappheit notwendig, dass wir einander unterstützen. Patient Advocacy Groups tun das, in dem sie sich mit großem Engagement für die Rechte von PatientInnen einsetzen. Veranstaltungen wie „kunstvoll [Über]leben“ machen die Anliegen der Betroffenen und ihrer Angehörigen bekannt und unterstützen die Umsetzung wesentlicher Projekte. Langfristig tragen sie durch die Schaffung von Awareness dazu bei, dass das Versorgungsniveau in Österreich erhalten und sogar verbessert werden kann.“

Ziel des Kunstmarktes, der unter dem Ehrenschutz von Desirée Treichel-Stürgkh stand, war es, Mittel für die Arbeit der Patient Advocacy Group PAN aufzubringen. Natalija Frank, Gründerin von PAN, Organisatorin von „kunstvoll [Über]leben“: „Die Kick-off-Veranstaltung am Samstag war ein schöner erster Anfang. Wir werden weiter im Sinn der PatientInnen arbeiten und diesbezüglich Projekte, wie die Schaffung eines eigenen Bereichs für die Versorgung junger Krebskranker in Spitälern, umsetzen.“

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Anlässlich von „kunstvoll [Über]leben“ unterstützen einige der bekanntesten österreichischen Künstler, wie zum Beispiel Manfred Kielnhofer, Nikolaus Moser, Manfred Weber-Wien, Johannes Angerbauer-Goldhoff, Werner Horvath, Paul Landerl, Michael Kos, Susanne Kortan-Gimbl, Edith Sluszanski-Mattes u.a. mit ihren Werken die Ziele des Vereines. Der Reinerlös kommt zu 100 Prozent den Vereinszielen zu Gute. Wer am Samstag nicht bei „kunstvoll [Über]leben“ vorbeischauen konnte, hat nach wie vor die Möglichkeit, die online Galerie zu besuchen und mit dem Erwerb der Werke die Ziele von PAN zu unterstützen.

http://www.pan-austria.org/site/galerie/?Kunstmarkt

Infos und Bestellungen erhalten Sie per Mail unter der Adresse office@pan-austria.org.

zuletzt geändert am 2015-03-30 17:11:27




Kirschhäubchen - Katrins Buch ist da
vom 2016-06-19 16:14:17
Katrin Magnet, 29, war bei PAN und hat einen Blog geschrieben. Post hum ist ein Buch daraus geworden.
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Morbus Hodgkin: Patienten Botschafter gesucht
vom 2016-06-16 07:50:49
Snow Global sucht Patienten, die bereit wären über ihre Morbus Hodgkin Erkrankung zu sprechen.
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PAN und Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe arbeiten zusammen!
vom 2016-05-30 10:51:49
Das Lied im Kampf gegen Kinderkrebs ist da, PAN findet: das ist toll gelungen!
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SAVE THE DATE! Am 30.Juni PAN in NZZ Format, SRF 1
vom 2016-04-29 11:57:46
SAVE THE DATE! Am 30.Juni PAN in NZZ Format, SRF 1
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PAN auf Crowdfunding Projektplattform
vom 2016-02-23 11:07:39
Unser Projekt „Cancer Awareness für Jugendliche und junge Erwachsene!“ ist mit heute auf der Crowdfunding Projektplattform für Spenden freigeschalten.
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